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Pfälzer Jakobsweg Nordroute - Gelterswoog bis Hauptstuhl

Jeder, der sich auf eine Pilgerreise begibt, tut dies aus anderen Gründen. Einer sucht eine spirituelle Erfahrung, der andere will sich eventuell nur Zeit für sich nehmen.
Egal zu welcher Gruppe man gehört, eins suchen alle: Ruhe und Harmonie. Seit Jahrhunderten ist der Jakobsweg DER Pilgerweg schlecht hin und ein Teil von ihm verläuft durch die Pfalz. Der Pfälzerwald ist mit seiner wilden Natur, den spektakulären Buntsandsteinfelsen und den traumhaften Aussichten, die sich auf jedem Berg bieten, ideal, um in sich zu kehren, einen anderen Blick auf die Dinge zu gewinnen und mal zur Ruhe zu kommen. Auf dieser Etappe der Nordroute geht es vom Stausee Gelterswoog bei Kaiserslautern nach Hauptstuhl. Die rund 17 Kilometer sind leicht zu bewältigen und halten abwechslungsreiche Erlebnisse bereit.

Gelterswoog bis Landstuhl

Seit 1997 ist die Täler und Verlandunszone am Gelterswoog als Naturschutzgebiet eingestuft.

Beim Wandern am See mit Blick auf die dichten Wälder und Berge, die sich hinter ihm erheben, kann eine absolut idyllische Atmosphäre genossen werden, die einem jede Hektik nimmt. So ist man in der richtigen Stimmung, um den Rest der Etappe zu genießen. Im Sommer kann mit etwas Glück auch eine der gefährdeten Libellenarten, die sich hierher zurückgezogen haben und besonders wohlfühlen, beobachtet werde. Entlang eines Ausläufers des Hoheneckermühlbachs durchstreift man das Naturschutzgebiet und verlässt es Richtung Landstuhl.

Etwas abseits des Weges, befindet sich der Heidenfelsen, ein römisches Quellheiligtum. So gut erhalten wie dieses, ist sonst keins in Mitteleuropa. Da die Etappe nicht besonders lang ist, gibt es genug Zeit, um diese und andere Sehenswürdigkeiten, die sich entlang des Weges bieten, zu genießen. Der Anblick der skurrilen Felsformation und des ruhenden Gewässers ist etwas ganz besonderes. Hier spielt aber nicht nur Natur eine Rolle: die erhaltenen Inschriften und Darstellungen am Felsen machen ihn auch zu einem Monument altertümlicher Kunst.

Von hieraus ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Landstuhl, an dessen südlichen Ende die Burg Nanstein, das Wahrzeichen der Stadt, seit Jahrhunderten über das Gebiet wacht.

Errichtet wurde sie ca. 1160 im Auftrag von Kaiser Friedrich Barbarossa. Nach ihrer Zerstörung wurde sie ab 1543 durch den bekannten Ritter Franz von Sickingen zum Renaissanceschloss umgebaut. 1668 wurde die Burg, nachdem sie Sickender vertrieben wurden, gesprengt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts konnten aber Teile wieder restauriert werden. Auf der Burg kann man die Geschichte weiter erkunden und eine wunderbare Aussicht über Landstuhl, das einem von hier wahrlich zu Füßen liegt, genießen.
In der Innenstadt von Landstuhl gibt es genug Gelegenheiten, um die Kraftreserven wieder aufzufüllen. Eine Auswahl an Restaurants und Bistros helfen da immer gern.

Von Landstuhl nach Hauptstuhl

Ist man nach dem Essen wieder bei Kräften, kann man in Landstuhl noch bei der Villa Benzino vorbei schauen. Die Villa aus dem 19. Jahrhundert diente einer einflussreichen Kaufmannsfamilie mit italienischen Wurzeln als Domizil, bis der Patriarch nach München in das damalige Parlament einberufen wurde. Ab dann diente die Villa hauptsächlich zur Unterbringung seiner enormen Kunstsammlung, aber auch als Sommerresidenz.

Kurz bevor man Landstuhl verlässt, bietet sich die Gelegenheit, zum Bismarckturm zu gehen. Der Turm aus Sandstein wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Der Turm im neuromantischen Stil ist 19 Meter hoch und unter den vielen Bismarcktürmen, die es in der Republik gibt, etwas besonderes, denn er ist begehbar. Die Wendeltreppe im Inneren führt zu einem Ausguck, von dem aus man die gesamte Stadt und das umliegende Gebiet, das man Teils heute durchwandert hat, gut überblicken kann. Auch die Burg Nanstein, von der aus man vor kurzem noch über die Stadt geblickt hat, sieht man von hier aus einer völlig neuen Perspektive.

Von hier aus geht es, entlang des Schachenwalds, einem Naturschutzgebiet mit ganz besonderen Wäldern, nach Hauptstuhl. Bei Teilen Schachenwalds handelt es sich um sogenannte Sanddünenwälder, also Wälder, die auf angewehtem Sand entstanden sind und seit dem den Boden, auf dem sie wachsen, daran hindern, durch Regen oder Wind abgetragen zu werden. Jetzt dauert es nicht mehr lang und man hat Hauptstuhl erreicht.

Abschließend kann man also sagen, dass sich das Versprechen vom Anfang erfüllt hat. Vom Naturschutzgebiet am Gelterswoog, dem Heidenfelsen, der Burg Nanstein, dem Bismarckturm und dem Schachenwald, war wirklich alles dabei -wilde Natur, traumhafte Aussichten, ruhige und mystische Atmosphäre.

 

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