Pfalz Regent

Regent, die rote Rebsorte mit herrschaftlichem Namen, bekam im Jahre 1996 ihre Sortenzulassung und ist damit eine relativ junge Rotweinsorte. Im Zuge ihrer Eintragung in das Sortenregister, hat die Rebfläche des Regents im Laufe der Jahre rapide zugenommen. Angebaut wird der Regent, dessen Weine an die Wärme des Südens erinnern, auf etwa 2% der gesamten deutschen Weinbaufläche. Innerhalb weniger Jahre ist er zu einem festen Bestandteil der beliebten deutschen Rotweinsorten geworden. Vergleicht man die Rebfläche des Regents mit anderen, spielt sie quantitativ keine große Rolle, ist jedoch in fast allen Weinanbaugebieten vertreten. Vornehmlich wird die Rotweinsorte in Deutschland angebaut – kleinere Bestände finden sich aber auch in England, der Schweiz und den Niederlanden. Besonders zu erwähnen ist, dass der Regent recht spät austreibt und dennoch früh reift sowie die Tatsache, dass er relativ resistent gegen Pilzbefall ist und somit keinen Pflanzenschutz braucht, was ihn für ökologisch anbauende Winzer interessant macht.

Regent – Royal und fruchtig

Der Name der roten Rebsorte geht auf einen 140,5-Karat-Diamanten aus Indien zurück, der mit Ludwig XV., Marie-Antoinette oder Napoleon schon einige Personen der Zeitgeschichte geschmückt hat. Entstanden ist der Regent im Jahre 1967 am Institut für Rebenzüchtung im pfälzischen Ort Siebeldingen aus einer Kreuzung von Diana - selbst eine Kreuzung aus Silvaner und Müller-Thurgau – und der französischen Rebsorte Chambourcin. Einige hochwertige Regent-Weine eignen sich gut für den Ausbau im Holzfass, auch ‘Barrique‘ genannt. Im Glas präsentiert sich der Regent, dessen Weine durch den hohen Tanningehalt samtig wirken können, in royalem tiefrot bis schwarz. Sein Duft erinnert an süße, reife Früchte und rote Grütze. Weiterhin treten Aromen von Pflaumen, Kirschen oder Johannisbeeren auf, die an bekannte Rotweinsorten erinnern. Geschmacklich kann man den Regent mit Merlot vergleichen. Küchenchefs servieren den Regent, je nach Qualität, zu herzhaften Vesperplatten mit kräftiger Salami und gut gereiftem Bergkäse, aber auch zu intensiven Fleischgerichten mit dunklen Saucen, etwa zu einer Lammkeule, Ochsenschwanzragout, Rinderbraten oder einem Wildgericht.

Pfälzer Wein: Regent

Vertreten auf knapp 2.000 Hektar, sind die Hauptanbaugebiete des Regents die Pfalz mit rund 600 Hektar, Rheinhessen mit etwa 700 Hektar und an dritter Stelle Baden mit etwa 230 Hektar. Der Pfälzer Regent, auch der ‘Spanische Pfälzer‘ genannt, wird auch gerne mal als abendliches Gläschen Wein oder in einer gemütlichen Runde mit Freunden genossen. Mit dem farbintensiven, kräftigen und samtigen Wein kommt jeder Rotweinliebhaber auf seine Kosten.