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Tann und Bike

Auf und ab durch den dichten Tann vom Pfälzerwald - auf dieser Strecke werden Sie zwischendurch ungewöhnlich lange keine Ortschaften sehen, zumindest wenn man den deutschen Maßstab anlegt. Dafür aber jede Menge Sehenswürdigkeiten, von denen wir das Naturwunder Teufelstisch als das absolute Highlight der Tour für Sie ausgesucht haben. Mitten durch das größte zusammenhängende Waldgebiet von Deutschland geht es, mit sagenhaften Ausblicken über die Berggipfel, von denen hier einige die Höhe von über 600 Metern haben.

 

Streckenlänge und Reisezeit

Die gesamte Tour ist etwa 230 Kilometer lang und kann an einem Tag gefahren werden. Die Reisezeit hängt wie immer von Faktoren wie Pausen, Besichtigungen, fahrerisches Können, körperliche Konstitution, Wetterbedingungen und natürlich auch vom Verkehr ab.

 

Sehenswürdigkeiten Pfälzerwald

Diese Tour ist reich an Punkten, wo Sie das Motorrad getrost für einige Zeit abstellen können, um sie einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Besonders an´s Herz legen wollen wir Ihnen neben dem schon erwähnten Teufelstisch die Reichsburg Trifels, die Karlstalschlucht und die Burg Berwartstein. Aber natürlich liegen weitere lohnende Zwischenziele an der Stecke, zu denen wir den Text jeweils verlinkt haben.

 

Motorradtour Pfalz - Streckenprofil

Die Tour ist eine Rundstrecke mit Start- und Endpunkt Annweiler am Trifels. Natürlich können Sie auch an jedem anderen Punkt der Tour einsteigen. Deswegen finden Sie unsere Tipps für gutes Essen, Trinken und die Kaffeepause auch über die Gesamtroute verteilt und damit uhrzeitunabhängig. Es ist an verschiedenen Steckenabschnitten möglich, die Tour abzukürzen oder zu verlängern. Gerade zum Verlängern empfiehlt sich ein Blick in die anderen Touren, von wo Teilabschnitte übernommen werden können. Die Teilabschnitte von "Durch den Pfälzerwald" gibt´s hier, quasi als kleines Inhaltsverzeichnis:

 

Im berüchtigten Wellbachtal

Wir beginnen unsere Tour in Annweiler am Trifels und fahren zunächst gemächlich durch die charmanten Dörfer Sarnstall und Rinnthal durch´s Trifelsland, wir werden unsere Kraft nämlich noch brauchen. Denn dann geht es hinter Rinnthal hinauf, die berühmt-berüchtigte B48 im Wellbachtal hinauf Richtung Johanniskreuz. Über 20 traumhafte Kurven auf 13 Kilometern warten auf kundige Gashebelbediener. Wir kommen keiner übertriebenen Pflichtschuld nach, wenn wir vor diesem Streckenabschnitt warnen - er ist wirklich gefährlich, worauf die entsprechend drastisch und prominent aufgestellten Schilder zurecht hinweisen. Wer´s gemächlicher angehen lässt, der wird durch herrliche Kurvenkombinationen entschädigt, mit zunehmender Höhe immer enger, bis es schließlich nach dem höchsten Punkt und der Abzweigung rechts nach Elmstein-Iggelbach und damit in die Region Talvital abgeht - und wir folgen an genau diesem Punkt nicht dem Mainstream direkt weiter nach Johanniskreuz, sondern lassen uns auf die recht schmale Strecke rechts ab ein, weil wir Ihnen einige Kilometer auf der legendären Strecke durch´s Elmsteiner Tal nicht vorenthalten wollen. Aber Achtung: Das Tal ist von April bis Oktober am Wochenende und an Feiertagen für Motorräder gesperrt, weil in den achziger und neunziger Jahren 178 Unfälle unter Motorradbeteiligung passiert sind. Und damit ist das Stichwort gegeben, auf Pfälzisch: Uffbasse!

Das legendäre Elmsteiner Tal

Ist besagtes Iggelbach erreicht, gibt es gleich links etwas, was man in der Pfalz so häufig findet, ein Geheimtipp für hervorragende, bodenständige Küche zu ebenso geerdeten Preisen: Die Gaststätte vom Sportverein Iggelbach nämlich. Die Gemeinde Iggelbach ist ganz formal ein Teil von Elmstein, liegt aber alleine und damit etwa zwei Kilometer von der Muttergemeinde entfernt. Aber weil wir ja nicht auf der Flucht sind, sondern etwas mehr vom in Bikerkreisen immer noch berühmt-berüchtigten Elmsteiner Tal sehen wollen, fahren wir in den Ort hinunter und in westlicher Richtung weiter, immer der recht schmalen Straße dem Iggelbach und dann dem Helmbach folgend, bis rechter Hand der Helmbachweiher auftaucht - das heisst, eigentlich fahren wir daran vorbei, aber wer hier ein bisschen innehalten- und die Seele baumeln lassen will, der kann dazu an dem kleinen Kiosk den passenden Kaffee bekommen.

Ein paar hundert Meter weiter kommen wir dann auf die Hauptsrtecke vom Elmsteiner Tal, deren Kurvenpracht sofort beginnt, wenn wir linker Hand nach der Gemeinde Elmstein abbiegen: Rechts, links, rechts links...kurven wir hier schnell aufeinander und in zügigem Tempo den Speyerbach entlang, auf einem der schönsten Abschnitte der gesamten Tour. Durch den Ortsteil Appenthal in Elmstein angekommen, empfehlen wir für Hungrige gerne das Naturfreundehaus Elmstein im Ortsteil Harzofen und im Gemeindekern die Gaststätte Zur Linde - aber mit der Grotta Azzura auch ein kleines Stück Italien in der Pfalz, um gestärkt bergauf nach Johanniskreuz zu cruisen, erneut mit traumhaften Kurvenkombinationen - durch die Elmsteiner Ortsteile Mückenwiese und Speyerbrunn und vorbei an Schwarzbach.

Am Bikertreff Johanniskreuz

Das Johanniskreuz ist ein Weiler der Gemeiknde Trippstadt und als Bikertreff weithin bekannt, denn er ist der Knotenpunkt des Verkehrs im Herzen vom Pfälzerwald und kann aus allen Richtungen angefahren werden: Aus dem Trifelsland im Südosten, der Urlaubsregion Hauenstein, dem Dahner Felsenland, aus dem Kreis Pirmasens und dem Westrich, aus dem Kreis Kaiserslautern, dem Donnersbergkreis und von der Weinstraße.

Oben angekommen, liegt schräg rechts gegenüber das Restaurant Johanniskreuz - ein paar Meter weiter rechts und dann etwas links versetzt das Café Nicklis. Wem unsere Empfehlung gehört, davon kann man sich beim Lesen der Netz-Rezensionen beider Gaststätten selbst ein klares Bild machen. Rechter Hand liegt das Haus der Nachhaltigkeit, in dem Interessierte viel über den Pfälzerwald erfahren können, hier gibt es auch einen kleinen Shop mit Produkten und Artikeln aus der Pfalz. Schräg gegenüber liegt das prächtige Altes Forsthaus Johanniskreuz, das früher die Verwaltung der Forsten zur Aufgabe hatte.

Nach Trippstadt und in´s Karlstal

Wir fahren weiter in Richtung Kaiserslautern und biegen dazu schon wenige hundert Meter hinter Johanniskreuz links auf die L 503 ab. Nach einem Bergabstück geht es wiederum links ab, wonach man nach Kilometern Trippstadt erreicht. Wir haben es einfach mal „Die Lunge vom Pfälzerwald“ genannt – zum Einen weil es mitten in diesem Waldgebiet liegt und zum anderen, weil es grünt wohin man blickt. Auch hier gibt es einiges zu sehen: Zuerst ist die Karlstalschlucht hinter Trippstadt zu nennen, die sich einen knappen Kilometer hinzieht und Besucher über kleine Holzbrückchen leitet, die Wasserkaskaden und die bizarren Felsenbrocken zeigend, die die Schlucht zu einer der Attraktionen in der Pfalz schlechthin macht.

Wer aber schon in Trippstadt Hunger verspürt, dem kann im italienischen Restaurant Bell Aria geholfen werden, für die kleine Kaffeepause empfehlen wir das Wilensteiner Café. Mit dem Trippstadter Schloss und dem Eisenhüttenmuseeum finden sich auch im Ort selbst zwei interessante Sehenswürdigkeiten.

Im Süden von Kaiserslautern

Etwas unterhalb der Karlstalschlucht liegt der Unterhammer, ein sehenswertes ehemaliges Eisenhammerwerk. Weiter geht es hinab, bis rechter Hand die Abzweigung nach Stelzenberg erreicht ist, der wir nach ebenda folgen. Im Ort geht es einmal recht unvermittelt scharf rechts, was den Autoren bei der Jungfernfahrt eine kleine Schrecksekunde eingebracht hat. Kurz nach dem Ortsausgang fahren wir dann in Richtung Kaiserslautern, an der Alten Schmelz vorbei und auf der L503 von Süden in die Stadt, mit knapp hunderttausend Einwohnern übrigens die zweitgrößte in der Pfalz - da wir aber nicht zuviel Verkehr wollen, werden wir Kaiserslautern nur streifen und schnell wieder freies Land im Südwesten gewinnen.

Zu diesem Zweck biegen wir noch vor der rechts auftauchenden Universität linker Hand auf die Theodor-Heuss-Straße ab, folgen dann ein paar Meter der L502, bevor es links nach Kaiserslautern-Hohenecken abgeht. Für Burgromantiker lohnt der kurze, aber zugegebenermaßen steile Weg zur Burg Hohenecken, der mit einer prächtigen Aussicht und einem kühlen Alkoholfreien oder einer herzhaften Mahlzeit in der Burgschänke Hohenecken im Ort belohnt werden kann.

Gen Pfälzer Holzland

Weiter geht der Ritt nach dem Gelterswoog, einem Naherholungsgebiet, wo es rechts nach Queidersbach abgeht, das nach etwa vier Kilometern erreicht ist. Wenn sich der Hunger erst dort meldet, dann empfehlen wir eine Einkehr in Ruffings Restaurant, bevor es weiter durch den Ort und links Richtung dem südlich liegenden Linden abgeht, das nach etwa vier Kilometer vor uns liegt. Links hinauf geht´s dann nach Krickenbach und wieder hinunter, wo wir ein kurzes Stück südlich auf der B270 gen Pirmasens absolvieren und wir einige Meter ohne allzu anstrengendes Kurvenprofil und auf breit ausgebauter Straße genießen können - für Pfälzer Verhältnisse jedenfalls.

Wenn die Gemeinde Schopp zur Linken erreicht ist, ist damit schon wieder Schluss. Wer die kleine Konzentrationspause verlängern will, der stattet der Eichwaldstuben einen Besuch ab - mit der einzigen Eisstockbahn der Pfalz und vielen tollen Events übrigens. Weiter gaht es durch den Ort hinauf nach der Waldgemeinde Schmalenberg, die durchfahren- oder rechts liegen gelassen wird. Kurz darauf aber aufgepasst, denn es geht links ab nach Trippstadt. Na jedenfalls in diese Richtung - denn dort waren wir schon und wir wollen ja keinen Meter Asphalt doppelt fahren. Genau deswegen folgen wir auch der L500 nach rechts, sobald wir sie erreicht haben.

Die nächsten Kilometer sind wieder etwas schmäler gefasst, entschädigen dafür aber mit idyllischen Passagen und ohne große Wahrscheinlichkeit von Gegenverkehr. Trotzdem bitte immer so fahren, als läge ich mit dieser Behauptung falsch - auch eine kaputte Uhr zeigt schließlich zwei Mal am Tag die richtige Zeit an und für diesen Fall solltet Ihr immer noch ein Stückchen Straße über haben. Kurz vor Johanniskreuz angekommen - und damit meinen wir auch „kurz“, denn man kann hinschauen - geht es wiederum rechts ab nach Heltersberg, wo wir gleichzeitigh in den Landkreis Pirmasens einfahren. Hier gibt es einige „Auf-und-Ab-Geraden“, auf denen man sich so hoch oben im Pfälzerwald irgendwie erhaben vorkommt - nur das ein- oder andere Schlagloch erdet uns wieder. In Heltersberg angekommen, sind es dann noch etwa sechs Kilometer nach Waldfischbach-Burgalben, dem Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Hier gilt es, die beiden Richtungsschilder nach Leimen nicht zu verpassen, denn genau dort wollen wir als nächstes hin.

Vom Clausensee zur Gräfenstein

Hinaus geht es also wieder, aus Waldfischbach-Burgalben den Schwarzbach entlang bis zum Clausensee rechter Hand, wo es sich trefflich campieren lässt. Die dann folgenden Kilometer sind durch die sagenhafte Fernsicht geprägt, die sich linker Hand über den Pfälzerwald eröffnet. Leider gilt es hier, sich auch auf die doch recht enge Straße zu konzentrieren bis Leimen erreicht ist und wir hinunter in den Ort cruisen. Scharf rechts rückwärts geht es dann bergab nach Merzalben, ein Abschnitt, den wir Ihnen besonders an´s Herz legen wollen: Gut ausgebaut, mit langgezogenen und kurzgehaltenen Kurven, die schnell und im ständigen Wechsel aufeinander folgen, weiter unten bei Merzalben mit seiner Burg Gräfenstein auslaufen und hinter dem Ort Richtung Münchweiler an der Rodalb führen, das uns westlich vorbeiwinkt.  Wir fahren auf die an dieser Stelle vierspurige B10, der wir nach Landau in der Pfalz folgen, aber nicht sehr lange: An der Abfahrt Ruppertsweiler nämlich geht es wieder ab und dann gen Lemberg, wegen der langen Geraden eine gute Gelegenheit, von der zurückliegenden Kurvenhatz etwas zu entspannen.

Am Naturwunder Teufelstisch

Im Kreisel kurz vor Lemberg geht es linker Hand hinauf in den Ort, der von der Burg Lemberg überragt wird und dann gleich wieder bergab in Richtung des Lemberger Weilers Langmühle. Wenn der Hunger hier zuschlägt, dann kann dem vorzüglich Abhilfe geschaffen werden: Das Landhotel Grafenfels mit Restaurant bietet alles auf, was die Pfälzer Küche so bekannt gemacht hat...und noch einiges mehr. Weiter geht es auf die L485 Richtung Salzwoog. Hier, in der Uralubsregion Hauenstein angekommen, können wir uns langsam auf das Bestaunen eines der 10 schönsten Naturwunder in Deutschland einrichten: Den Teufelstisch. Kurz vor erreichen der Gemeinde Hinterweidenthal kann man schon einen Blick links hinüber wagen, in Hinterweidenthal selbst sollten Sie den kurzen Abstecher hinauf zum 14 Meter hohen und sagenumwobenen Felsen machen, der fußläufig nur einige Minuten in Anspruch nimmt. Unterhalb finden Sie dafür ein prima Basislager, den Landgasthof am Teufelstisch mit abwechslungsreicher Speisekarte und einem kleinen Erlebnispark.

Durch das Dahner Felsenland

Nach diesem kleinen Ausflug in´s Hauensteiner Land wartet als nächste Station die Stadt Dahn, in deren Umgebung man sich leicht einige Tage aufhalten könnte, um das zu sehen, was die umgebende Traumregion Dahner Felsenland ausmacht: Felsen, vorhin das Auge reicht, die alten Gemäuer der Dahner Burgengruppe und vieles mehr.

Gleich am Ortsausgang und nicht zu übersehen wacht der mächtige Jungfernsprung, der uns quasi das Geleit durch die Stadt gewährt. Mit der Pälzer Schdubb gibt´s in der Stadtmitte ein Urgestein Pfälzer Lebensart und mit dem SteakHouse Felsengraf eine erstklassige Adresse für gutes Essen. Auf der anderen Seite winkt uns der bizzarre Lämmerfelsen mit seiner auffälligen Felsnadel noch einmal zu, bevor es in einer langgezogenen Linkskurve hinaus geht Richtung Reichenbach mit seinem Ferienbahnhof Reichenbach und nach einer Abzweigung links hinauf nach Busenberg mit der gewaltigen Burg Drachenfels. Nicht nur die Burg ist einen Abstecher wert, sondern auch die darunter liegende Drachenfelshütte, eine der größten Pfälzerwald Hütten.

Wer beim Anblick der Drachenfels Ehrfurcht verspürt, der wird zwei Kilometer weiter in Erlenbach bei Dahn durch ein weiteres, spektakuläres Highlight gefesselt: Der sehr gut erhaltenen Burg Berwartstein, auf der der Überlieferung nach der Raubritter Hans Trapp sein Unwesen getrieben hat. Eine Führung auf der Berwartstein gehört für Geschichtsinteressierte zum Spannendsten, was die Pfalz zu bieten hat.

Zurück im Trifelsland

Aus Erlenbach bei Dahn geht es in nördlicher Richtung aus dem Dahner Felsenland hinaus und so langsam nach Annweiler am Trifels und damit zum Ausgangspunkt der Tour zurück. Insbesondere zwischen dem nun folgenden Ort Vorderweidenthal und Darstein können Sie sich auf viele schöne Kurvenkombinationen und einem kurzen Wiedersehen mit der Urlaubsregion Hauenstein freuen, während Sie hinter Schwanheim rechts hinauf nach Völkersweiler fahren, einer herrlichen Bergaufpassage mit langezogenen Kurven, nach der sich kurz vor dem Ort freie Felder und Wiesen auftun.

Nach Völkersweiler sind es nur noch wenige, aber fahrtechnisch sehr attraktive Kilometer hinab nach Annweiler am Trifels. Und dort gibt es einen der schönsten Aussichtspunkte der Pfalz, der zudem noch mit einer prima Küche zu pfälzisch-bodenständigen Preisen aufwarten: Das Schützenhaus Annweiler mit seiner herrlichen Panoramaterasse über der historischen Altstadt von Annweiler. Wenn noch Zeit bleibt, dann ist natürlich ein Besuch der Reichsburg Trifels Pflicht, im gleichnamigen Museum unterm Trifels in der historischen Altstadt gibt es dazu alles Wissenswerte zu erfahren. Wie der Trifels selbst ist auch der gewaltige Sandsteinbrocken Asselstein bis auf wenige Minuten abschließenden Fußweg mit dem Motorrad zu erreichen.