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Bauwerke

Ein Kunstwerk der Epochen

Wachenheim an der Weinstraße kann mit Fug und Recht als eine der prächtigsten Gemeinden der Pfalz bezeichnet werden. Besonders geprägt wird das Bild des malerischen Ortes neben der Wachtenburg durch die spätgotische St. Georgskirche in der Stadtmitte. Vor über eintausend Jahren begann die Geschichte der katholischen Kirche, die als Pfarrkirche in mehreren Kriegen zerstört- und schließlich als Simultankirche, also einer gemeinsame Glaubensstätte von Protestanten und Katholiken, genutzt wurde.

Ihre wilde Geschichte sieht man der Kirche im positivsten Sinne an: Durch die wiederholte Zerstörung, kommen in der St. Georgskirche Elemente aus verschiedenen Zeit- und Stilepochen zusammen und ergeben doch ein rundum harmonisches Bild.

Simultankirche St. Georg Wachenheim

Die Existenz einer Kirche an dieser Stelle von Wachenheim kann bis in das Jahr 911 zurückverfolgt werden. Vom Adel als Prachtbau geplant, wurde die Kirche konstant erweitert und umgebaut, bis sie 1674 im Zuge des Niederländisch-Französischen Krieges erstmals zerstört wurde. 1686 konnte mit dem Wiederaufbau begonnen werden - aber die Mühe war indes vergebens, denn bereits 1689 wurde die Kirche im Pfälzischen Erbfolgekrieg erneut zerstört. Noch während des erneuten Wiederaufbaus wurde sie ab 1705 von Protestanten und Katholiken genutzt. Erstere erhielten das Langhaus, während Chor und Turmgebäude an die Katholiken gingen. 1711 war der Bau abgeschlossen und vier Jahre später wurde die Teilung der Kirche mit einer Mauer zementiert. 1859 wurde das protestantische Langhaus abgerissen und durch ein Neues im neugotischen Stil ersetzt.

Neue Pracht auf alten Mauern der Pfalz

Nach den zahlreichen Zerstörungen legten die Menschen aus der Region Wachenheim an der Weinstraße stets viel Wert darauf, alte, noch erhaltene Teile der Kirche in den Neubau zu integrieren. So kommt es, dass Elemente aus verschiedenen Epochen hier ein harmonisches Ganzes ergeben. Ältester Teil der Kirche ist der Turm, der in Teilen noch aus dem 12. Jahrhundert stammt. Ihr markantes Äußeres verdankt die Kirche St. Georg in Wachenheim der stufenweisen Anordnung des Langhauses, des Chors und des Kirchturms.

Die Architektur ist gotisch uind das Interieur weitestgehend Barock, aber auch Fragmente mittelalterlicher Fresken und Bilder von Künstlern aus Wachenheim, die die Kirchendecke und die Altäre schmücken, tragen zum Gesamtbild bei. Das Highlight der Kirche ist wohl das Ensemble der drei aus dem 18. Jahrhundert stammenden barocken Altäre aus grauem Sandstein.

Auch wenn heute keine regelmäßigen Gottesdienste mehr stattfinden, ist die Kirche zu heiligen Messen, Konzerten, Ausstellungen und Hochzeiten geöffnet.


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