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Burgen & Schlösser

Ja so war'ns, die alten Rittersleut´...

Vermutlich wurde die im 12. Jahrhundert errichtete Burg Wilenstein bei Trippstadt im Auftrag des Staufer Kaisers Friedrich Barbarossa als Schutzburg des Kaiserslauterer Lehen errichtet. Auf 400 Metern über dem Moosalbtal auf der einen- und dem Karlstal auf der anderen Seite gelegen, hatte man einen guten Überblick - und die steilen Hänge sollten vor Angreifern der Burg schützen.

Letzteres gelang im 14. Jahrhundert offensichtlich nicht so recht. Nach der teilweisen Zerstörung während einer Fehde wurde Burg Wilenstein wieder aufgebaut und um eine weitere Feste, die direkt angrenzende Burg Flörsheim erweitert. Die entstandene Doppelburg beherbergte nun so etwas wie eine frühe Wohngemeinschaft. Die Beziehung der Wilensteiner und der Flörsheimer zeichnete sich allerdings weniger durch Trutz nach außen, als durch Trotz nach innen aus. Zwischen den Familien kam es fortwährend zum Zwist und Streit. Was will man auch tun auf einer Doppelburg, so ganz ohne Feindbeschuss...

Burg Wilenstein Pfalz - die Erzählungen

Eine Erzählung, die nichts mit der Burg selbst, wohl aber mit deren Besitzer zu tun hatte, spielte sich im Jahr 1273 ab. Damals dachte sich der Ritter Johannes von Wilenstein, wenn Worte nicht hülfen, müssten sie auch nicht gesprochen werden und ließ kurzerhand Taten folgen. Im Wissen um seine Herrschaftlichkeit überantwortete er sich ungefragt und kaum gebeten ein Steinkreuz, welches sich bis dahin in der Obhut der Herren von Hohenecken stand und denen als Hoheitszeichen diente. Ritter Johannes von Wilenstein, ein Schalk wer böses dabei dächte, widmet die bisherige Bedeutung der Steinmetzarbeit frohen und ganz freien Mutes um. Neben seinem Wappen wurde die Inschrift „Herrn Johanns Kreuz“ eingemeißelt und das Kreuz an einem Verkehrsknotenpunkt auf seiner Gemarkung, für jeden Reisenden gut sichtbar aufgestellt.

Sowohl Kreuz, als auch der um das Kreuz entstandene Weiler existieren heute noch – am heutigen Johanniskreuz in der Nähe von Trippstadt. Bis dato hat sich keiner derer von Hohenecken um die Herausgabe des Kreuzes bemüht und so kann sich jeder Interessierte von der Nachhaltigkeit des tatsächlich Geschehenen überzeugen.

Während dem 30-jährigen Krieg erging es den meisten Teilen der Pfalz schlecht. Dörfer und Felder brannten und die Burgen wurden zerstört. So auch Burg Wilenstein. Die Ruine wurde nie mehr ganz aufgebaut.

Hoch über dem Karlstal bei Trippstadt

Die Wilenstein liegt übrigens nur wenige Meter von der legendären Karlstalschlucht entfernt, dem wohl bizzarsten Taleinschnitt der Pfalz. Zusammen mit dem Unterhammer und dem Karlstal bildet die Burg eines der beliebtesten Ziele für echte Pfalzliebhaber.

Im letzten Jahrhundert, in den Jahren 1958 bis 1960, wurde eine Teilrestaurierung der Oberburg vorgenommen. In den Räumen wurde ein Schullandheim eröffnet. Heute, nach einer erneuten Renovierung, wird das Haus auch als Seminarzentrum genutzt. Auch zu Feiern wird das Selbstversorgerhaus vermietet.

So mancher, der sich auf dern Berg hinauftraut, traut sich auch noch mehr, und so wurde in Zusammenarbeit mit dem Standesamt Kaiserslautern im Gebäude des Schullandheims, hoch über den Wipfeln des Waldes ein Trauzimmer errichtet. Dorthin mögen sich die wirklich Mutigen wenden...

Sowohl den Haus-Gästen der Oberburg, als auch den Besuchern der frei zugänglichen Unterburg, eröffnet sich die Aussicht über die beiden tief unter der Burg liegenden Täler und den Pfälzerwald.


Info

Öffnungszeiten

Hinweis: frei zugänglich

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